Hausaufgabenhilfe an den Glinder Grundschulen

Nachdem nach den Hinweisen der beiden Glinder Grundschulen im Rahmen des Sozialpädagogischen Netzwerkes das Angebot einer pädagogischen Schularbeitenbetreuung an den Grundschulen als dringend erforderlich gesehen wurde, war es in diesem Jahr soweit:
Das Projekt Schularbeitenbetreuung an den Glinder Grundschulen wurde im Mai in Wiesenfeld und im September am Tannenweg  gestartet. Es sichert  eine pädagogisch qualifizierte Betreuung von Kindern aller Klassenstufen bei der Hausaufgabenbetreuung in enger Kooperation mit den Lehrkräften und der Schulleitung.
Das Angebot  richtet sich an die Kinder, die bisher ohne Betreuung außerhalb des Elternhauses sind, also von der bestehenden Versorgungsstruktur nicht erreicht werden und die offenbar keine hinreichende Unterstützung erfahren, um eine zukünftige erfolgreiche Schullaufbahn durchlaufen zu können.
Damit werden bereits in der Grundschule die Chancen der  Teilhabe an unserem  Bildungssystem und den Bildungsangeboten und damit  auch die Möglichkeit der Integration  der Kinder in unsere Gesellschaft erhöht.
Unmittelbar wirkt sich das Projekt  auf das persönliche  Selbstbewusstsein der Kinder aus, das Durchhaltevermögen bei zu lösenden Aufgaben, den Umgang untereinander (Konfliktlösung) und damit auch (vorwiegend bei den Jungen unterschiedlicher Herkunft) auf das Aggressionspotential (Gewaltprävention), was wiederum zukünftig hohe Kosten für das Gemeinwesen sparen kann.
Die Grundschulen profitieren von der Verbesserung der Lernbereitschaft und – fähigkeit der Schüler. Für die Schüler ist eine kontinuierlichere Mitarbeit im Unterricht möglich, was wiederum zur Reduzierung von Verhaltensauffälligkeiten im  Unterricht führt.
Die Betreuung erfolgt durch pädagogische Fachkräfte: Herrn Meincke (Dipl.- Sozialpädagoge) am Tannenweg und Herrn Cicek (Lehrer und Sozialberater) in Wiesenfeld. Herr Meincke wird zur Zeit durch eine ehemalige Schulpraktikantin der Grundschule unterstützt, die eine Aufwandsentschädigung für ihren Einsatz erhält.
Die Grundschule Tannenweg stellt ihren Videoraum für das Projekt zur Verfügung, was zwei Vorteile hat: Die Kinder sitzen an Tischen entlang der Wände, was zu mehr Konzentration und weniger Ablenkung bei der Hausaufgabenerledigung führt. Außerdem grenzt der Raum direkt an den Computerraum, so dass die Kinder nach Erledigung der Hausaufgaben ein Lernprogramm zur Vertiefung ihrer Fähigkeiten nutzen können. Herr Cicek nutzt an der GS Wiesenfeld einen Klassenraum.
Das Angebot wird  am Tannenweg zur Zeit von ca. 30 Schülern und Schülerinnen  aus der zweiten bis vierten Klassenstufe genutzt.  Die erste Klassenstufe wird zeitnah dazu kommen. Nach gutem Start ging die Teilnahme in Wiesenfeld zurück, da die Betreuungskraft nicht mehr die erforderliche Akzeptanz im Kollegium hat. An der Lösung des Problems wird gearbeitet.
Bei den Schülern handelt es sich überwiegend um Kinder mit Migrationshintergrund. Die Eltern kommen aus Afghanistan, dem Irak, Ex-Jugoslawien, Polen, der Türkei und der ehemaligen Sowjetunion und anderen Ländern.
Die Kinder danken der Firma Jakob für Ihre großzügige Spende an die Stadt Glinde, damit dieses Angebot erfolgreich starten konnte. Der Sozialausschuss der Stadt Glinde hat beschlossen, das Projekt im Jahr 2011 finanziell zu unterstützen.
Das Projekt benötigt nach dem erfolgreichen Start auch weiterhin Unterstützung durch Politik und Wirtschaft, damit eine kontinuierliche Fortführung gesichert und damit  dieses sinnvolle und wichtige Angebot an den Grundschulen den Kindern weiterhin vorgehalten werden kann!

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