Der Reinbeker - Haschisch in den Griff kriegen

Der Reinbeker vom 19.04.10

Beratungsprogramm »Realize it!« hilft, das Drogenverhalten zu ändern

„Einstieg in den Ausstieg“ ist das Motto eines neuen Drogenprogramms des BERATUNGSZENTRUMS SÜDSTÖRMARN. Wer zwischen 15 und 30 Jahre alt und gewillt ist, seinen Cannabiskonsum deutlich zu reduzieren, kann kostenlos daran teilnehmen.

Cannabis ist die am meisten verbreitete illegale Droge, vor allem geraucht als Haschisch oder.Marihuana. Es sei keinesfalls eine weiche Droge, wie manchmal behauptet werde; betonen Jan Oelkers und Susanne Schories von der Sucht und Drogenberatung im Zentrum der SÜDSTORMARNER VEREINIGUNG FÜR SOZIALARBEIT (SVS).

Bei längerem Konsum mache Cannabis sehr hartnäckig psychisch abhängig. Die Folgen sind zunächst die eigene Überschätzung, dann Antriebsschwäche und Gedächtnisschwäche sowie ein Nachlassen der Leistungsfähigkeit und Entwicklungsverzögerungen.

Das neue in Baden-Württemberg und der Schweiz entwickelte Programm mit dem Titel »Realize it!«.setzt auf eine klare Hilfestruktur und niedrige Schwellen für junge Leute bis kurz vor chronischer Abhängigkeit, bei der eine Entwöhnung der richtige Weg wäre. »Es geht nicht darum, völlig abstinent zu werden, wenn der Betroffene dazu nicht bereit ist«, betont Susanne Schories. »Wichtig ist nur, dass er oder sie motiviert ist, den Konsum deutlich zu reduzieren oder eine Pause zu schaffen.«

Das Beratungsprogramm besteht aus fünf Sitzungen, verteilt auf zehn Wochen. Am Anfang wird ein Oberziel festgelegt. Von Sitzung zu Sitzung werden Nahziele formuliert. In der Beratung geht es darum, den Gründen und Auslösern für den Cannabiskonsum auf die Spur zu kommen, Strategien, zu entwickeln, mit dem Verlangen anders umzugehen und gefährden- de Situationen zu vermeiden.

Das neue Programm wird von den Gesundheitsministerien in Bund und Land unterstützt. Diplom-Psychologin Susanne Schories und Diplom-Sozialpädagoge Jan Oelkers haben sich speziell dafür fortgebildet. In ihre Sucht- und Drogenberatung mit ambulanter Therapie kommen sowohl Menschen aus eigenem Antrieb als auch mit Beratungsauflagen der Justiz. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit ihren Kollegen der Sekundär-Prävention, die in Schulen und Jugendeinrichtungen mit jungen Menschen arbeiten, die bereits Drogenkontakt hatten.

Wer Interesse an dem neuen Programm hat, kann im SVS-Beratungszentrum Südstormarn, Scholtzstraße 13b, telefonisch einen Termin vereinbaren unter Tel.: 040-7279266. Nähere Infos auch im Internet unter www.realize-it.org.

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